Geschichte der SV Weidach 1921 e.V.

 

Der heute über 500 Mitglieder zählende SV Weidach möchte seine Geschichte auch im Internet vorstellen:

Der Sportverein wurde am 15. Juli 1921 in der Gastwirtschaft Häublein von 42 Weidachern unter dem Namen "TURNVEREIN WEIDACH" gegründet. Über 20 Vereine nahmen am Festumzug am 18.9.1921 beim Gründungsfest teil. Der 1. Vorsitzende Berthold Martin stand 61 Mitgliedern zum Jahresschluß vor. Bedingt durch die Inflation mußte Anfang 1924 der Monatsbeitrag für passive Mitglieder von 40 auf 600 Mark erhöht werden. Den Vorsitzenden H. Großmann, E. Gahn und B. Beyer folgte 1928 Alfred Schwanert nach, der die Geschicke des Vereins Jahrzehnte lenkte.

1933 wurde eine Fußballmannschaft gegründet. Während der Kriegsjahre kam die Vereinstätigkeit nahezu zum Erliegen.

Bereits ein halbes Jahr nach Kriegsende wurde am 25.11.1945 von 41 Frauen und Männern in der Gastwirtschaft Bätz der Verein neu gegründet.
Der 1. Vors. hieß Hermann Rückert und die Gründungsmitglieder, darunter Liselotte Welsch (heute Engemann), Berthold Bergner und Rudolf Reißenweber einigten sich auf den Namen "SPORTVEREINIGUNG WEIDACH" . Mit Improvisationstalent ließen sich manche Engpässe überwinden - so wurden z.B. aus Hakenkreuzfahnen nun Trikots genäht. Sehr erfolgreich war in den Nachkriegsjahren die Handballabteilung. Auch die Damenmannschaft holte viele Meisterschaften und Pokale nach Weidach.

 
  
In den Nachkriegsjahren führten Hermann Florschütz, Alfred Schwanert, Werner Fischer und Erich Schulz den Verein. 1955 wurde MdL Bürgermeister Rudolf Reißenweber von der Generalversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Gründung der Tischtennisabteilung erfolgte 1957 und nachdem Carl Walter 1958 zum Vorstand gewählt worden war, wurde das Vereinsgelände gekauft. Ein Jahr später ist die Sporthütte unter der Leitung von Berthold Leipold und dem Material von Carl Puff errichtet worden. August Hofmann wurde Ehrenmitglied und am 9.11.1959 wurde die Sportvereinigung Weidach zum eingetragen Verein ernannt.
In den folgenden Jahren konnte die SV Weidach an ihre sportlichen Erfolge anknüpfen: Unter dem Handballspielleiter Gerhard Martin gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse. Auch die TT-Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Kreisliga I. Der Handballjugend glückte unter dem Jugendleiter Horst Mandler eine außer-gewöhnliche Erfolgserie: 1961 wurden sie mit den Auswahlspielern S.Walter, J. Blümig, D. Eisentraut und R. Kühn sogar Nordbayerischer Meister!
In diesem Jahr wurde auch Christian Engemann, der durch zahlreiche Veranstaltungen das gesellschaftliche Leben des Vereins belebt hatte, zum 1. Vorsitzenden gewählt. In Eigenleistung wurde 1964 die Wasserleitung zum Sportplatz gebaut. In diesem Jahr wurde auch Werner Loquai Kreismeister im TT-Einzel und im Doppel. Eine Faustballmannschaft konnte gegründet werden und zusammen mit Friedrich Beckmann leistete Christian Engemann im Nachwuchsbereich Turnen erfolgreiche Arbeit.
Das für den Sportplatzkauf gewährte Darlehen von der Gemeinde konnte 1965 in einen Zuschuß umgewandelt werden. Dies gelang dem Vorstand auch nach zähen Verhandlungen bei dem BLSV-Darlehen. 1966, die SVW hatte zu dieser Zeit 168 Mitglieder, wurden die Feldhandballer Meister in der A-Klasse Oberfranken-West.
Ab 1967 konnte auch im Gymnastikraum der Schule trainiert werden und ab dem 3. Dezember hieß der neue Vorsitzende Stefan Orlik.
1970/71 machte wieder die Handballjugend, diesmal unter Trainer Rolf Kühn, Schlagzeilen: Sowohl auf Klein- und Großfeld, als auch in der Halle wurde die SV Weidach Kreismeister! Die Spieler um Torwart Karl-Heinz Griebel, dem Techniker Manfred Heppner und dem überragenden Torjäger Norbert Liehr erreichten nach dem 2. Platz auf Oberfranken-Ebene die nordbayerische Vizemeisterschaft!
1971 konnte unter dem Vorsitzenden Günter Forkel das 50-jährige Bestehen des Sportvereines gefeiert werden. Beim Festkommers wurden Reinhold Wittmann, Max Oppel und Carl Puff zu Ehrenmitgliedern ernannt. Berthold Bergner übergab die Vereinsfahne. Das Jubiläumsjahr war auch in sportlicher Hinsicht erfolgreich, denn die Tischtennismannschaft stieg in die Bezirksliga auf.
Mit eindrucksvollen Siegen gegen Ansbach und Schweinfurt erreichten die Handballer die Landesklasse Nord.
Die SVW gehört zu den Gründungsmitgliedern der 1971 ins Leben gerufenen IVV-Volkswandertagen. Im Herbst 1971 ging Adolf Strauch als neuer Vorsitzender hervor. 1973 faßte der DHB den folgenschweren Beschluß, den Feldhandballsport einzustellen! Die erfolgreiche Handballzeit der SVW war somit beendet.

Am 26.4.1974 wurde im "Kühlen Trunk" daraufhin die Fußballabteilung gegründet. 1976 wurde die Schulsportanlage eingeweiht. Durch die Gründung der neuen Abteilungen Volleyball, Tennis, Fußball- und Donnerstags-AH sowie Gymnastik-Damen war ein starker Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Im Eingemeindungsjahr 1978 wird Heinrich Bechmann zum Ehrenmitglied ernannt.

Ein Teil der alten Schule wurde 1983 von der Gemeinde zur Verfügung gestellt und in Eigenregie wird ein Clubraum mit Archiv sowie Duschen eingebaut. 1986 wurde Werner Fischer zum Ehrenmitglied ernannt und 1988 wurde Werner Machinek für sein 30-jähriges Wirken als TT-Abteilungsleiter geehrt.

Die Fußballer stiegen 1990 unter Trainer Jürgen Reinmüller in die B-Klasse auf und waren die Mannschaft des Jahres. Altbürgermeister Berthold Bergner und Christian Engemann wurden 1991 zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Nachdem Adolf Strauch den Verein 22 Jahre geführt hatte, folgte ihm 1993 Wilhelm Tetzlaff als Vorstand nach. Unter seiner Regie wurde die Flutlichtanlage 1996 auf dem SVW-Sportplatz erbaut und die Festveranstaltungen zur 75-Jahr-Feier durchgeführt. Bei diesem Jubiläum wurde Liselotte Engemann zum Ehrenmitglied ernannt. Geehrt wurde in diesem Jahr auch die Fußball-Reserve für ihre souverän erreichte Meisterschaft.

Am 6.Januar 1998 wurde Gerhard Martin zum Ehrenmitglied ernannt und Erwin Winkler zum
1. Vorsitzenden gewählt. Carsten Grosch und Ludger Schäfer folgen Holger Reimund als Jugendleiter nach, der sich über 10 Jahre mit außerordendlichem Engagement um den Fußballnachwuchs gekümmert hatte.

Mit ihren Trainern Rudi Günther und Werner Loquai wurde 1998 M. Gahn, C. Seifert, S. Loquai und M. Koch als die Jugendmannschaft des Jahres in der Gemeinde Weitramsdorf geehrt.

Ein neues Sportjournal, der gerne gelesene, interessante "VOLLTREFFER" wurde herausgegeben und das gesellschaftliche Leben wurde wieder mit einem großen Rosenmontagsball bereichert. Alle die bei der Riesen-Stimmungsparty dabei waren, freuen sich schon auf den 2.Faschingstanz am 6. März im Jahr 2000.

Neue Aktivitäten wurden entwickelt, so z.B. der umsatzstarke Secondhand-Basar, die Familien-Wanderung am 1. Mai und die 1. Badminton-Ortsmeisterschaften, bei der die Turnierleitung der SVW prompt zu Titelehren kam.

Nach 12 Jahren als Wanderwart und sechs ebenso erfolgreichen Jahren als Abteilungsleiter übertrug Dietmar Grimmig im Mai 1999 die Führung auf seinen Sohn Andreas.

Die 850-Jahr-Feier im Juli 1999 mit großem Festumzug war auch durch das große Engagement der SV Weidach mit ihren vielen Helfern/innen ein beachtlicher Erfolg.
Gerne stellten die Verantwortlichen den SV Weidach Sportplatz als Festgelände zur Verfügung.

Bild unten links: Festzug SV Weidach Vorstände gefolgt von der Fußballjugend und 1.Mannschaft. (weitere Fotos von den Teilnehmern in der Festschrift)

Bild unten rechts: Seniorengruppe stellte historische Turnriege nach.

Das vom renommierten Ex-Bayern-Liga Spieler Jürgen Iffland trainierte Fußballteam konnte auch in der Saison 1998/99 die Kreisklasse 1 halten. Obwohl namhafte Spielerabgänge zu verzeichnen waren, bleibt die Vereinführung dem klassischen Amateurstatus treu. Kameradschaft und hoher Trainingsfleiß sollen weiterhin, zusammen mit einigen Neuzugängen die Ligazugehörigkeit sichern.
Erfolgreich waren die A-Senioren (ab 32 Jahren) bei den Hallenkreis-Meisterschaften im November 1999 in Ebersdorf. Trotz starker Konkurrenz wurden sie mit dem zum besten Spieler des Turniers gewählten Hubertus Nützel und Abteilungsleiter Martin Knorr Hallenkreismeister!
In dieser Mannschaft wirkten auch Bernd Pätzold und Wolfgang Rupprecht mit, die ihre Fußballbuben zur souveränen Meisterschaft in der Gruppe F-9 führten.
Priorität hat für die SV Weidach auch die Nachwuchsarbeit: Deshalb hoffen die Veranwortlichen, daß der Mitgliederzuwachs im kommenden Jahrtausend unvermindert anhält.

Entscheidend für die Weiterentwicklung des Vereins ist das Projekt Sportheimbau. Das Bild zeigt Vorstände, Architekt, Bürgermeister und Nachwuchsfußballer, die sich beim Spatenstich am 15. Juni 2001 auf ihr Sportheim freuen.

1.12.2001 Festkommers im "Grünen Baum" : Die neuen Ehrenmitglieder der SV Weidach mit den Vorständen Rupprecht und Winkler, sowie dem Schirmherrn Landrat Zeitler

Das Sportheim entsteht - Winter 2001/2002

 

Einige unserer "Baulöwen"

Sportheim - Einweihung am 2.11.2002
Erwin Winkler,1. Vors. zusammen mit Architekt Karlheinz Glodschei